Tipps für den Fenstereinbau

Worauf kommt es bei neuen Fenstern an?

Ihr Haus benötigt neue "Augen"? Informieren Sie sich, worauf es beim Einbau von neuen Fenstern ankommt.

Um Wärmeverluste zu minimieren, fielen Fenster früher möglichst klein aus. Heutzutage stellen Fenster keine Schwachstellen mehr in der Gebäudehülle dar – vorausgesetzt, sie sind richtig angeordnet und mit gut gedämmten Fensterrahmen ausgestattet. So können großflächige Verglasungen die Räume in den Garten erweitern und durch mehr Licht und Sonne das Wohlbefinden steigern.
 

Fachgerechter Einbau

Die Fenstermontage sollte nach ÖNORM B5320 erfolgen, damit ein luftdichter Einbau gewährleistet ist. Dabei werden die Fugen zwischen Rahmen und Mauerwerk mit Spezialfolien bzw. Dichtstoffen verklebt.

Durch eine mangelhafte Montage besteht die Gefahr von Wärmeverlusten, Feuchtigkeitsschäden, Zuglufterscheinungen und eines verringerten Schallschutzes. Werden die Fenster nur in das Mauerwerk verputzt und wird auf eine Abdichtung verzichtet, bildet sich durch die warme, feuchte Raumluft Tauwasser. Die Folge ist Schimmelbefall.

Im Idealfall wird gleichzeitig mit dem Fenstertausch auch die Gebäudefassade gedämmt. So lassen sich die Fenster optimal und wärmebrückenfrei in die Fassade integrieren.

Energiebilanz

Die ÖNORM-gerechte Montage der Fenster wirkt sich auch positiv auf die Energiebilanz aus. Doch auch die passende Ausrichtung der Fenster ist wesentlich. Die Fenster der Hauptwohnräume sollten nach Süden ausgerichtet sein, um möglichst viel Sonne und Licht einzufangen. Die Nebenräume sollten hingegen nach Möglichkeit nach Norden orientiert sein.

Achten Sie auf den Gesamt-U-Wert (Uw) des Fensters. Dieser setzt sich aus dem Wärmedämmwert des Rahmens, dem Wärmedämmwert der Verglasung und den Eigenschaften des Glasrandverbundes zusammen. Da im Winter durch das Fenster viel Energie verloren geht, aber auch Sonnenenergie gewonnen wird, ist die Energiebilanz der Fenster wesentlich.

Wärmeschutzverglasung

Wärmeschutzverglasung aus zwei oder drei miteinander gasdicht verbundenen Glasscheiben ist Standard bei neuen Fenstern. Der Zwischenraum zwischen den Gläsern wird mit Edelgas gefüllt. Zusätzlich ist auf einer oder zwei Fensterscheiben eine dünne Metallschicht angebracht. Diese vermindert den Wärmeverlust, indem sie die langwellige Wärmestrahlung teilweise wieder in den Innenraum reflektiert.

Der Fensterrahmen

Der Fensterrahmen ist eine wärmetechnische Schwachstelle. Daher sollten nur gut wärmedämmende bzw. mit einem zusätzlichen Dämmstoff versehene Rahmen verwendet werden. Bei der Planung der Fenster sollte der Rahmenanteil möglichst gering gehalten werden.

Hitzeschutz

Zur Verhinderung von  Wärmebrücken und für bestmöglichen Hitzeschutz sollten Außenjalousien bzw. Rollläden angebracht werden. Eine ausreichende, am besten außen liegende Verschattung verhindert im Sommer das zu starke Aufheizen der Innenräume.

 

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